Philipp Franck (1860–1944)

Philipp Franck

Der Maler Philipp Franck gehört neben Walter Leistikow und Max Liebermann zu einem der wichtigen Mitbegründer der Berliner Secession und zu den Vertretern der modernen deutschen Kunst um und nach 1900. Sein Oeuvre umfasst eine große thematische Bandbreite: Landschaften seiner Heimat, dem Taunus, Porträts, Stillleben, die opulenten Garten- und Wasserlandschaften von Wannsee und Potsdam und Motive aus dem Leben einfacher Menschen, die er zum Teil in dem Fischerdörfchen Stolpe fand, dem späteren Wannsee, das er bereits 1892 für sich entdeckte. Als einer der ersten Maler wohnte er ab 1906 mit seiner Familie in Wannsee. Kurze Zeit später folgte Max Liebermann, mit dem Franck befreundet war und der 1910 sein Sommerhaus am Großen Wannsee bezog.

Lange Zeit waren die Arbeiten Philipp Francks und sein umfangreiches Schaffen fast vergessen. 1984 wurde eine erste größere Ausstellung in der Galerie Mutter Fourage in Wannsee gezeigt, wo seitdem Teile seines Werkes kontinuierlich präsentiert werden und so wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit gelangen konnten. Schwerpunkte sind seine Potsdam- und Wannseebilder, Landschafts- und Figurenaquarelle, Zeichnungen und Grafiken. Im Bestand sind auch eine Reihe von Arbeiten aus der Taunus-Zeit. Anläßlich seines 150. Geburtstages erschien der Neudruck des Wannsee-Buches von 1926 mit Beiträgen von Philipp Franck, Max Liebermann und Bruno Ahrens. Das von Wolfgang Immenhausen und Almut von Tresckow erstellte Werkverzeichnis der Gemälde von Philipp Franck ist ebenfalls in der Galerie erhältlich.

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