„Kohlenkönig“ und Mäzen – Eduard Arnhold und seine Villa am Großen Wannsee

Veranstaltung

„Kohlenkönig“ und Mäzen – Eduard Arnhold und seine Villa am Großen Wannsee
Titel:
„Kohlenkönig“ und Mäzen – Eduard Arnhold und seine Villa am Großen Wannsee
Wann:
So, 3. Dezember 2017, 18:00 Uhr
Art:
Vortrag
Eintritt:
10 €
ermäßigt:
8 €

Beschreibung

 

Der Neu-Cladower Salon zu Gast bei Mutter Fourage
Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

Es mag kein Zufall sein, dass Max Liebermann den Garten seines Nachbarn Eduard Arnhold (1849-1925) am Großen Wannsee 4 in einem 1911 entstandenen Gemälde aus der Vogelperspektive mit weit schweifendem Blick ins offene Blau des Großen Wannsees gestaltet hat – Weltoffenheit und Weitblick zeichneten das kulturelle Engagement des Unternehmers und Mäzens aus, der als Multimillionär einer der reichsten Männer seiner Zeit war und um 1900 zu den wichtigsten Förderern von Kunst und Wissenschaft gehörte. In maßgeblicher Weise zeichnete Eduard Arnhold dafür verantwortlich, dass die frühe Moderne in den konservativen wilhelminischen Kunstbetrieb Einzug halten konnte. Dabei fand nicht nur der französische Impressionismus in dem „Kohlenmagnaten“ einen seiner bedeutendsten Befürworter – auch der deutschen zeitgenössischen Kunst war Eduard Arnhold ein wichtiger Protegé. Dass Liebermanns Impressionismus das Interesse des Sammlers ebenso weckte wie die Neuromantik Böcklins bezeugt, dass der zeittypische Streit der Richtungen in der Sammlung Arnhold zur Beruhigung gelangte. Hier fanden sich – wie Hugo von Tschudi 1909 feststellte – die Meister des 19. Jahrhunderts zu „einem wahren Friedensfeste“ vereinigt. Der Dezember-Vortrag des Neu-Cladower Salons in der Galerie Mutter Fourage ist dem großen Sammler und Mäzen Eduard Arnhold gewidmet.

 

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